Monthly Archive for September, 2008

Milde Strafen für türkische Drogenhändler aus Salzgitter

Zurzeit müssen sich vor dem Landgericht Braunschweig drei türkische Männer verantworten. Ihnen wird der Handel mit Heroin in der Größenordnung von 80 Kilogramm zu Lasten gelegt.

Überführt wurden die Täter durch einen verdeckten Ermittler der Polizei. Dieser trat im Mai 2007 mit den Händlern zum ersten mal in Kontakt und wickelte einen “Probekauf” von 500 Gramm Heroin, im Wert von 12 000 Euro, ab. Er signalisierte Interesse an weiteren großen Heroin-Lieferungen und im Laufe der Fahndung wurden noch weitere Geschäfte, die bis ins Ruhrgebiet, den Niederlanden, Istanbul und sogar den Iran reichten, aufgedeckt.

Doch der Paukenschlag kam gleich zum Auftakt der Verhandlung, denn Justitia hatte anscheinend mal wieder ihre Augenbinde auf dem Nachtschrank vergessen. Nachdem die Anklage verlesen worden war und die drei Beschuldigten Angaben zu ihrer Person gemacht hatten, einigten sich die drei Anwälte der Männer, Staatsanwalt Christian Kniffka und das Schöffengericht um den Vorsitzenden Richter Wilfried Knieriem hinter den Kulissen auf milde Strafen, sofern die Angeklagten die Taten zugeben.

So werden die drei türkischen Männer, für den Großhandel mit Herion, wohl mit zwei Gefängnisstrafen in Höhe von 4,5 und 3 Jahren, sowie einer Bewährungsstrafe von 2 Jahren rechnen müssen… Für Menschen die über Jahre hinweg mit Herion in Mengen von bis zu 80 Kilogramm gehandelt haben, wird also ein Strafmaß angewandt, welches schon zum Teil nationale Aktivisten, für ihre Kritik an diesem System, zu spüren bekamen!

Letztlich wird sich dieser Prozess wohl leider in eine Vielzahl von Verhandlungen einreihen, wo Richter und Staatsanwälte mal den nachsichtigen und demokratischen Gutmenschen mimen, um dann beim nächsten Prozess wieder als unnachgiebiger “Nazijäger” Abschreckungsurteile zu sprechen…

 

Quelle/Autor
[team.infoportal-wf/sz]


IG-Metall “glänzt” mit bemerkenswerter Aufklärung über die “neuen Nazis”!

Am 18. September 2008 kam es auf der Betriebsversammlung der Volkswagen AG (3. Quartal), zu einem Redebeitrag des Herrn Tiekstra, welcher durch seine bemerkenswerte journalistische Arbeit und rhetorische Wortgewalt besonders hervorstach! Diesen wollen wir natürlich nicht ganz unkommentiert stehen lassen…

Als die Versammlung bei dem Tagesordnungspunkt “Aussprache” angelangt war, bewegte der bereits erwähnte Herr Tiekstra (Betriebsrat und zuständig für Pressearbeit) sich zielstrebig auf das Rednerpult zu. Dort angekommen, machte er es sich erst einmal ein wenig gemütlich, um seine Rede mit dem Satz: “Ich möchte euch hier mal etwas über die neuen Nazis erzählen!”, zu eröffnen.

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Polizei sprengt eine Drogenhändler - Bande

Braunschweig, eine wunderschöne Löwenstadt mit vielen Schattenseiten. Eine davon, dass florierende Drogengeschäft und der damit verbundene Konsum. Nach Einschätzungen sind allein in Braunschweig etwa 1000 Menschen stark abhängig von harten Betäubungsmitteln - die Zahl aller Konsumenten ist weitaus größer.

Durch Hinweise aus der Zivil-Bevölkerung, gelang nun endlich der im Mai gegründeten Ermittlungsgruppe “Eskimo” ein erster erfolgreicher Schlag, im Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität - ungern Ausgesprochen, aber nicht von der Hand zu weisen, eine Kriminalität, welche sich fest in der Hand von ausländischen Banden befindet. Und dies geschieht nicht irgendwo in düsteren Gassen von Amsterdam, dies geschieht direkt vor unserer Nase, ist mittlerweile trauriger Alltag in deutschen Städten und eine weitere “kulturelle Bereicherung” für uns Deutsche…

Besagte Ermittlungsgruppe konnte nun auf Haftbefehl sechs Schwarzafrikaner einer organisierten Bande festnehmen.

Der 24 jährige Hauptverdächtige handelte mir erheblichen Mengen an Kokain im nördlichen Ringgebiet von Braunschweig. Nach gesicherten Erkenntnissen hat er in den vergangenen zwei Monaten mindestens sechs Kilogramm Kokain umgesetzt, geschätzter Preis dieser Menge: ca 150 000 Euro.

Die Polizei nahm auch fünf Komplizen, ebenfalls Schwarzafrikaner im Alter von 18 bis 27 Jahren, fest. Diese fungierten hauptsächlich als Zwischenhändler, Straßenverkäufer und Kuriere.

Auch wenn der Polizei hier endlich mal ein vermeintlich “großer Fisch” ins Netz gegangen ist, muss man sich keine Illusionen machen, diese Lücke werden andere Dealer recht schnell schließen - denn dieses Übel kann man nur bekämpfen, wenn man es an der Wurzel packt… 

 

Quelle/Autor
[team.infoportal-wf/sz]


Lobenswerte Forderung - doch was steckt dahinter?!

Kundgebung des DGB anlässlich des Antikriegstags in der Gedenkstätte Jammertal.

Am 1. September 2008 setzte sich pünktlich um 17:15 Uhr ein 150 Mann starker Demonstrationszug vom Gewerkschaftshaus in Lebenstedt in Bewegung.

Sie haben sich den Slogan “Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!” auf die “Fahne” geschrieben und gehen auf die Straße, um an den deutschen Überfall auf Polen (01.09.1939) zu erinnern. In seinem Grußwort ruft Oberbürgermeister Frank Klingebiel im Anschluss zur Erinnerung an die Gräueltaten im 3. Reich auf. Jürgen Wipprich fordert die Menschen auf, aus der Geschichte zu lernen und dementsprechend auch zu handeln, dazu halten sie Wahlkampfplakate “Der Linken” hoch und tragen ein Banner mit der Aufschrift: “Bundeswehr raus aus Afghanistan!” voran.

Eine lobenswerte Forderung die dort gestellt wird! Doch betrachtet man das bereits erwähnte Drumherum, so stellt sich doch die Frage, ob sich die Teilnehmer überhaupt mit den Gründen der aktuellen Kriege auseinander gesetzt haben oder ob der Grundtenor dieser Veranstaltung darin bestand, Feindschaft zum Nationalismus zu schaffen, weil dieser angeblich zwangsläufig zu Krieg und Leid führen würde. Betrachtet man allerdings die junge Vergangenheit und aktuelle politische Lage, so sind unsere heutigen (globalisierten) Weltkriege nicht mehr auf Nationalismus und Chauvinismus, sondern vielmehr auf den Kapitalismus zurückzuführen!

Unter einem Deckmantel, für Demokratie und Frieden, geführte Kriege - sind nichts anderes als Kriege für den Einfluss des Kapitals auf unabhängige Völker!

Neue Absatzmärkte, unbegrenzter Zugang zu Rohstoffen und billiges Menschenmaterial, das einmal “befreit” in die Verwertungskette des Kapitalismus eingespannt werden kann sind die Ziele für die, unter der Fahne der USA, in der ganzen Welt gemordet wird!

Und aus diesem Grund, greift auch in diesem Jahr der nationale Widerstand in das bürgerliche Wehklagen zum “Antikriegstag” ein. Dort wo andere nur mahnen und über die Ungerechtigkeit der Welt jammern, nennen wir das Problem beim Namen!

Deshalb hier nochmal der offizielle Aufruf zum 4. nationalen Antikriegstag:

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